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Bitte beachten

Wichtige Hinweise zur Lizenzierung der Microsoft SQL-Server-Lizenzen im Zusammenhang mit einer windream-Installation


Bei der Lizenzierung von Microsoft SQL Server CAL als Runtime-Lizenzen sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen, die wir Ihnen nachfolgend noch einmal in Erinnerung rufen möchten.

Unterscheidung zwischen „concurrent“ und „named“ Lizenzen


windream-Lizenzen (SE – vormals SBE und SBX – BE und Web Portal) sind immer „concurrent“. Dies bedeutet, dass windream auf mehr Arbeitsplätzen installiert sein kann als die lizenzierte Anzahl an windream-Benutzern es vorsieht. Es kann aber nur die tatsächlich lizenzierte Anzahl an Benutzern auf win¬dream zugreifen. Demgegenüber sind die Microsoft SQL Server CAL-Lizenzen „named“. Das wiederum bedeutet, dass für jeden möglichen windream-Benutzer eine Datenbanklizenz vorhanden sein muss.

Zwei Beispiele

  1. Eine Firma mit 100 Mitarbeitern erwirbt windream-Lizenzen für 10 concurrent Benutzer. Bei der Einrichtung der windream-Benutzergruppe werden 10 Mitarbeiter in die windream-Benutzergruppe synchronisiert. Daraus folgt, dass 10 MS SQL Server User CAL (Runtime-) Lizenzen erforderlich sind.
  2. Eine Firma mit 100 Mitarbeitern erwirbt windream-Lizenzen für 10 concurrent Benutzer. Bei der Einrichtung der windream-Benutzergruppe werden alle 100 Mitarbeiter in die windream-Benutzergruppe synchronisiert. Es können aber weiterhin nur 10 Mitarbeiter gleichzeitig mit windream arbeiten. Daraus folgt, dass 100 MS SQL Server User CAL (Runtime-) Lizenzen erforderlich sind, da 100 Mitarbeiter die Möglichkeit haben, mit windream zu arbeiten.

Empfehlung der windream GmbH: Core-Lizenzen einsetzen


Unsere Empfehlung lautet deshalb, ab 30 möglichen windream-Benutzern sowie bei Installationen mit dem windream Web Portal grundsätzlich Core-Lizenzen zu verwenden (siehe dazu auch unser Beitrag in den windream News für Partner, Ausgabe 07/2007, Seite 2).

MS SQL Server mit VMWare


Viele Kunden setzen den MS SQL Server mittlerweile unter VMWare ein. Allerdings sind in diesem Kontext einige Einschränkungen zu beachten:
Prinzipiell kann ein Kunde die Runtime-Lizenzen des SQL Servers, die in der windream Preisliste stehen, auch unter VMWare einsetzen. Allerdings darf er dies nicht, wenn er

  • die Lizenzmobilität nutzen möchte (zumindest nicht, wenn die Zuweisung der Lizenz zu einem Server nicht für mindestens 90 Tage erfolgt) oder wenn
  • der Kunde VMotion nutzen möchte.

In diesem Fall ist eine andere Lizenzierung als Volume Licensing oder als Open Value notwendig. Wir empfehlen daher dringend, im Vorfeld mit dem Kunden zu besprechen, wie der SQL Server eingesetzt werden soll.

Weitere Informationen


In diesem Kontext sind auch die folgenden Informationen für Sie interessant:

  • Lizenzierung SQL Server Standard Core: Bei einer Core-Lizenzierung müssen mindestens 4 Kerne lizenziert werden, allerdings auch alle Kerne, die vom SQL Server ausgelastet werden.
  • Lizenzierung SQL Server Core in einer virtuellen Umgebung: Auch hier müssen mindestens 4 Kerne lizenziert werden. Wenn der Kunde in einer physikalischen Umgebung 16 Kerne hat, allerdings in der virtuellen Umgebung nur 6 Kerne verwendet werden sollen, so müssen nur die 6 Kerne lizenziert werden.
  • Ab wann lohnt sich eine „Server + CAL“ oder eine „Core-Lizenzierung?“ Die folgende Tabelle zeigt den „Break-even-Point“, ab wann die Lizenzierung „Core“ oder „Server + CAL“ von Vorteil ist:

Kerne

User

4

29

6

43

8

57

10

72

12

86

16

115

Alle Angaben sind circa-Angaben und können auch bei weniger Zugriffsrechten in Core lizenziert werden. Bei einer Core-Variante dürfen unendlich viele Benutzer auf den Server zugreifen.

Neuzuweisung des Servers


Hier das Originalzitat aus den Lizenzbestimmungen (Quelle: EULA SQL Server 2012 Standard), in dem die Neuzuweisung einer Lizenz definiert ist:

 „Sie sind berechtigt, eine Lizenz neu zuzuweisen, jedoch nicht innerhalb von 90 Tagen nach ihrer letzten Zuweisung. Sie sind berechtigt, eine Lizenz früher neu zuzuweisen, wenn Sie den lizenzierten Server, dem die Lizenz zugewiesen ist, aufgrund eines dauerhaften Hardwarefehlers außer Dienst stellen. Wenn Sie eine Lizenz neu zuweisen, wird der Server, dem Sie die Lizenz neu zuweisen, der neue lizenzierte Server für diese Lizenz.“

Lizenzmobilität


Eine Lizenzmobilität ist auch durch die zugekaufte Wartung (Embedded Maintenance) nicht möglich. Dies bedeutet, dass bei einer automatisierten Lastverteilung für eine VM mittels automatischen Workloads wie Load Balancing ein Lizenzverstoß vorliegen würde. Lizenzmobilität erfordert die Lizenzierung von SQL Server Standard als Volume License oder Open Value License, zwingend mit einer Software Assurance.